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  Wichtiges vor dem Kauf eines ATVs
 

Anlass diesen Bericht zu verfassen waren zahlreiche Berichte in den sozialen Medien sowie in Foren. Viele Leute sind mit der Haltbarkeit und den Kosten bei einem Service des ATVs nicht einverstanden. Das ist aber in den meisten Fällen nicht die Schuld der ATV Hersteller, sondern die schlechte Vorabinformation der Leute bevor sie ein ATV kaufen.

Was ist eigentlich ein ATV?
ATV ist die Kurzform für All Terrain Vehicle, zu deutsch: „Fahrzeug für alle Untergründe“ Geländefahrzeug.
ATVs wurden entwickelt um a) beim Arbeiten eingesetzt zu werden und b) ein Freizeitgefährt für das Gelände und die Natur zu haben.

ATV fahren vermittelt das Gefühl von Freiheit… ein Traum vieler Männer.
Einige infizieren sich mit diesem Virus auf einer geführten Tour. Die anderen kennen die Fahrzeuge nur aus den Medien oder haben eines beim Händler, auf Messen, oder auf der Straße gesehen.

Und der Wunsch: Ich will auch ein eigenes ATV haben, war geweckt.

Ein ATV zu kaufen, ist meistens das geringste Problem.
Was den Kaufinteressenten eines ATV nicht gesagt wird; Dass ist das problematische. Bei diesen Fahrzeugen gibt es bereits vor dem Kauf sehr viel zu beachten. ATVs stellen ein Zwischending zwischen Motorrad und Auto dar. Jedoch erreichen sie weder die Langlebigkeit noch Servicefreundlichkeit von Autos oder neuen Motorrädern. Ein ATV ist von der Grundkonzeption her ein Kompromiss mit wenigen Jahren Produktionserfahrung. Was dazu führt, das nicht alle guten Eigenschaften übertragen werden können. Weder die Langlebigkeit eines PKW noch die Wirtschaftlichkeit und Zuverlässigkeit eines Motorrades. Und das wird leider beim Verkaufsgespräch gerne verschwiegen.

Wir sind der Meinung, dass jeden Kaufinteressent auf folgende Tatsachen hingewiesen werden müsste.

Jeder der daran denkt ein ATV zu kaufen sollte sich diese Fragen stellen und sich der Konsequenzen bewusst sein.

  • Ein ATV ist kein Autoersatz.
  • Ein ATV, egal welcher Marke, ist in der Unterhaltung Kostenintensiv.
  • Anders als bei einem Auto oder Motorrad liegt der Serviceintervall nicht bei 10000-40000 Km, sondern bei 1000-4000 Km je nach Hersteller. Der Service in der Werkstatt ist jedoch nicht günstiger als bei einem PKW.
  • Einem ATV liegt konstruktionsbedingt bereits ein weitaus höherer Verschleiß zugrunde als einen PKW oder Motorrad.
  • Der Reifenverschleiß liegt über dem vom Motorrad wobei der einzelne Reifen den Preis eines Motorradhinterreifens locker erreicht.
  • Wird ein ATV wegen jeder Kleinigkeit in die Werkstatt gebracht, kann es schnell teuer werden.
    Folge: Der Familienfrieden kann gestört und die Haushaltskasse ungeplant belastet werden.
    Daher sollte jeder ATV Betreiber, zumindest Grundkenntnisse in technischer Hinsicht die das Fahrzeug betreffen haben.
    Kleinere Reparaturen sollten selbst durchführt werden können.
  • Hier sollte auch die Entfernung zu einer guten Werkstatt berücksichtigt werden, denn dadurch kann ebenfalls ein ungeplanter Zeitaufwand und es können zusätzliche Kosten entstehen.
  • Ein ATV wird immer mehr Kraftstoff verbrauchen als ein PKW. Dabei sind z.B. für einen 500ccm ATV Motor durchaus 10-14 Liter Benzin auf 100 Km keine Seltenheit.
  • Jeder ATV-Motor ist konzipiert um im unteren und mittleren Drehzahlbereich zu arbeiten. (Arbeitseinsatz, Gelände) Lange Fahrten mit hoher Drehzahl oder mit Vollgas schaden den Motoren nachhaltig.
  • ATV fahren heißt auch kontrollieren, kontrollieren, kontrollieren.
    Regelmäßig und vor Fahrtantritt ist eine kurze Kontrolle des Fahrzeuges unbedingt notwendig.
    Der Ölstand des Fahrzeuges ist im Auge zu behalten. Wer ohne den Ölstand zu kontrollieren von Serviceintervall zu Serviceintervall fährt, riskiert einen Motorschaden.
    Ebenso ist der Kühlwasserstand, alle Leitungen auf Dichtheit und die Bremsen sind auf Funktion zu prüfen. Genauso der Luftdruck und die Beleuchtung.
    Diese Handgriffe und die dazugehörenden Servicearbeiten sollten selbst durchgeführt werden können.
  • Versicherungstechnisch sind ATVs nicht wie oft angenommen als Motorrad versichert.
    Bei den meisten Versicherungen werden ATV als PKW geführt und sind damit deutlich teurer als Motorräder.

Wer noch nie ein ATV gefahren hat, sollte sich, bevor er das erste Mal auf eine öffentliche Straße fährt, intensiv sich mit dem Fahrzeug vertraut machen.Lenken, Bremsen, Fahren durch Bodenwellen oder unebenen Untergrund will gelernt sein. Viele, gerade Motorradfahrer, haben sich dabei schon selbst überschätzt. Macht man sich diese Punkte vor dem Kauf bewusst, kommt damit zurecht und möchte trotzdem ein ATV haben, dann sei gesagt:
Nichts ist schöner als mit einem ATV durch die Gegend zu fahren mit diesen Fahrzeug zu Arbeiten und Freiheit zu erleben, die nur ein ATV bietet

Herrmann & Maik

 
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