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  Kymco MXU 500 Kerzenwechsel
 

Diesen Bericht stellte uns Abdreas aus einem befreundeten Forum zur Verfügung

Zuerst einmal möchte ich ein dreifaches Hoch auf die Entwickler und Konstrukteure des Fahrzeuges ausbringen, solch einen verbauten Scheiß hab ich selten gesehen. Aber ich wollte mich ja nicht beschweren, ich wollte über den Zündkerzenwechsel berichten. Es beginnt mit dem Suchen der Zündkerze – verdammt, wo ist das Ding-? Im Handbuch gibt es nur einen Hinweis über den Elektrodenabstand und die Empfehlung den Kerzenausbau und die Kerzenwartung einem Fachbetrieb zu überlassen!!  Nach mehrmaligen Umkreisen der Maschine und nach dem Abbau der Seitenverkleidung, zuerst die auf der (in Fahrtrichtung) rechten Seite, finde ich dort -NICHTS! Folglich wird die Seitenverkleidung auf der (in Fahrtrichtung) linken Seite abgebaut und siehe da, da ist er, in einer tiefen Spalte des Motors, gerade breit genug für den Stecker, sehe ich ihn, den Kerzenstecker und wenn ich Glück habe finde ich darunter die Zündkerze. Glück gehabt, da ist sie, die Zündkerze.



In dieser Spalte versteckt sich die Zündkerze
(Die Bilder entstanden nach dem Ausbau der Zündkerze)


Also den Kerzenschlüssel des Bordwerkzeuges raus und angesetzt, den Knebel rein und die Kerze lösen. Prima die Kerze lässt sich lösen das erste Sechstel einer ganzen Drehung ist schon geschafft. Kerzenschlüssel hoch und neu ansetzen, geht nicht die Kerze ist noch nicht weit genug gedreht. Also zurück in die alte Position und Knebel neu ansetzen, geht auch nicht Bleibt noch die 16‘er Kerzennuss und die Ratsche, ist allerdings halb-Zoll und damit viel zu groß und nach oben ist kein Platz für die Ratsche. PAUSE und Herrn Google fragen, der weiß ja alles. Herr Google meint der Tank muss runter, sonst geht gar nix. Der Herr Google spinnt, das muss anders gegen, also passendes Werkzeug bauen.

Die Materialien: Inbusschraube, zwei 8’er Muttern – die auf die Inbusschraube drehen und gegeneinander kontern, Kerzennuss halb Zoll, Inbusschlüssel. Die Inbusschraube mit den Muttern so abschleifen, dass sie stramm in die Nuss eingeschlagen werden können. Den Inbusschlüssel auf die richtige Länge kürzen (45 mm / Gesamtlänge des Werkzeuges ca. 10,5 cm). Damit ist ein Kerzenschlüssel gebaut, der mit einer kleinen Ratsche angetrieben werden kann .



Das ultimative Werkzeug für den Kerzenwechsel

Aber leider nutzt das neue Werkzeug erstmal nichts, weil: Herr Google hat recht! Der Tank muss runter! Zumindest muss Tankverkleidung runter und die Tankverschraubung gelöst werden. Den Benzinhahn auch abschrauben, sonst bringt das Ganze nichts. Wenn der Tank gelöst ist, diesen anheben und in angehobener Position fixieren. Ich habe dazu eine alte Spraydose drunter geklemmt. Jetzt noch den Wärmeschutz zwischen Tank und Motor nach oben knipsen, das Teil ist zum Glück aus Kunststoff und lässt sich mit etwas Kraft biegen und bzw. aus der Rasterung am Rahmen lösen und nach oben drücken.


Jetzt ist Platz für die Ratsche

Wenn diese Vorarbeiten abgeschlossen sind ist genug Platz für das selbst gebaute Werkzeug und die Zündkerze kann gewechselt werden. Sollte sich das Werkzeug nach dem lösen der Zündkerze nicht mit der Ratsche herausnehmen lassen ist ein Magnetstab von Vorteil damit lässt sich das Werkzeug leicht entnehmen.


Kleine Helfer kann man immer brauchen

So, jetzt werden einige bestimmt sagen, das Schreiben des Berichtes hat bestimmt länger gedauert wie der Kerzenwechsel, das stimmt, aber es ging immer noch schneller wie das ganze Drumherum

 
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