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  Wasserpumpe X8 wechseln
 
Heute wurde an meiner X8 der Wasser und Ölverlust an der Wasserpumpe repariert! Ich war um kurz vor 8h, wie vereinbart, beim Händler! 
Alle Teile waren von KSR angeliefert worden. 
Was ich sofort bemerkt habe, es war gut, dass ich die entsprechenden Seiten aus dem Techn. Manual herauskopiert ausgedruckt und studiert habe. 
Die Arbeiten sind doch komplexer als es den Anschein hatte. 
Zuerst etwas zur Dichtungstechnik der Wasserpumpe bzw. des Ölsimmerringes! Das sind beides Druckdichtungen. Das heißt die Dichtfläche ist senkrecht zur Achse und wird durch eine Feder unter Spannung gehalten. Und genau das war das Problem! 
Denn: Der Impeller der Wasserpumpe hat am Pumpendeckel gestreift und dadurch gegen die Federkraft gedrückt. Daher war ein ordentliches Dichten nicht möglich. 
Dafür gibt es 2 mögliche Ursachen. 1. Der Impeller war zu groß. (Dafür spricht, das der Neue eine minimal geringere Bauhöhe hat) 2. Der Wasserpumpendeckel war außermittig aufgeschraubt Da der Wasserpumpendeckel keine Führungen hat, kann er schief auf das Grundgehäuse aufgeschraubt werden. Er kann auch verrutscht sein.? Der Deckel wird nur durch die Schrauben zentriert und die lassen bis zu +- 1mm in alle Richtungen zu! 
Ich werde nun versuchen, den Aus und Einbau im Detail zu beschreiben. 

Als erstes muss das Wasser abgelassen werden.


Dann das Motoröl ablassen und den Ölfilter ausbauen.


Danach alle Schrauben am Deckel lösen. Dann den Stecker vom Laderegler lösen, damit der Deckel entfernt werden kann.


Danach den Deckel von der Kurbelwelle öffnen.


Dann den Schrauben (18mm ) mit einem Schlagschrauber lösen und entfernen. Nun den Deckel vorsichtig und gleichmßig abziehen.


Danach die im Deckel zurückgebliebenen Zahnräder wieder an den Motorblock stecken.
(Sehr passgenau! dadurch ein Unterdruck beim Wellen ausziehen und eindrücken.)


Den Deckel nun auf die Werkbank legen.


Als erstes alle Dichtungsreste sauber entfernen. Am Deckel und am Gehäuse.


Danach die Welle mit der Pumpe, die Dichtungen und das Lager ausbauen. Hier nach Anleitung im Manual vorgehen. (Das heißt mit einem geeigneten Schlagwerkzeug das Lager entfernen)


Alles sauber reinigen und mit dem passenden Einschlag und Dichtungskleber lt. Manual wieder alles einbauen.


Zum Einklopfen ist ein passender Einklopfer erforderlich. Er wurde aus einem Rohr, beim Einbau, gedreht und hat perfekt gepasst. Beim Einklopfen immer auf eine Feste Unterlage achten und auf jeden Fall zu zweit Arbeiten!


Der neue Dichtring


Die neue Wasserpumpe kann nun verbaut werden.


Der Deckel muss nun vorsichtig gederht werden.


Die Wasserpumpe ist hier bereits fertig montiert.


Alles erneuert und sauber Eingebaut!


Die Dichtung mit Dichtungskleber fixieren und den Deckel vorsichtig aufsetzen. Dabei sind die Schrauben sehr hilfreich, da sich die Dichtung sehr leicht verbiegt.


Der Wasserpumpendeckel zeigt deutliche Schleifspuren!


Hier der Unterschied: Altes Pumpenrad mit Welle Nr.1...


...Neues Pumpenrad mit Welle Nr.2


Danach fertig zusammenbauen und das Fahrzeug schräg stellen. Vorne hoch!


..Damit die Zylinder beim Wasser auffüllen an den Entüftungsschrauben sauber entlüftet werden könen.






Nach einem Probelauf habe ich das Fahrzeug verladen und zum Zusammenbauen nach Hause gebracht!






Kontrolle am Revisionsloch! Alles Dicht!


Danach habe ich noch die Scheuerstelle gesichert. Der Wasserschlauch hat zwar im Bereich Trittbrett, eine Schutzhülle, aber diese war bereits an der Kante des Trittbrettes durchgescheuert. Daher habe ich einen Lenkergummi aufgeschnitten und an dieser Stelle drüber geschoben. Damit dürfte nichts mehr passieren.


Während der Arbeiten musste ein Einschalgwerkzeug gedreht werden. Ohne passendes Einschalgwerkzeug gelingt es nicht, die Kombidichtung mit der Feder, sauber einzubauen. Desweiteren war der Dichtring an der Ablasschraube der Wasserpumpe undicht. Auch diesen haben wir erneuert. Da ich den Motor einige Zeit probelaufen ließ und eine kleine Proberunde gemacht habe, weis ich nun dass er Dicht ist. Das Gluckern, das mich eigentlich aufmerksam gemacht hat, ist vollständig verschwunden.
Alles in allem, eine Reparatur, die aufgrund der Komplexität und des erforderlichen Werkzeuges, doch in einer Fachwerkstatt gemacht werden sollte.

Gruß Hermann

 
 
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