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  X8 Daumengasumbau
 
Hallo alle zusammen,
der folgende Beitrag ist eine Rangerforum-Gemeinschaftsproduktion verschiedener X8-Fahrer. Und jetzt geht es los:
Zuerst muß der Luftfilterkasten komplett abgebaut werden. Der ist mit drei Schrauben am Rahmen befestigt. Unter dem Luftfilterkasten muß links noch ein mitteldünner Schlauch, der zum Motorblock geht, abgezogen werden. Nach dem Lösen der drei Befestigungsschrauben des Luftfilterkastens und des Schlauches ist zunächst eine Schelle oben am Drosselklappengehäuse zu lösen:

Danach läßt sich der Luftfilterkasten abnehmen. Ich persönlich halte es immer für ratsam, alle Luftansaugöffnungen während laufender Arbeiten gegen möglicherweise hereinfallenden Schmutz zu sichern (einfaches Küchenpapier):

Jetzt ist die Schelle unterhalb des Drosselklappengehäuses zu lösen:

Danach das Drosselklappengehäuse vorsichtig nach oben abziehen und nach hinten drehen (ohne irgendwelche der Kabelverbindungen zu lösen!). Jetzt ist der schwarze Deckel (großer Pfeil) gut zugänglich. Die insgesamt drei Laschen (kleine Pfeile, auf Bild nur zwei sichtbar) mit einem kleinen Schraubenzieher vorsichtig anheben. Der Deckel geht dann sehr leicht ab:

Kaum ist der Deckel ab, sieht man auch schon die zwei parallel verlegten Federn. Ich persönlich hatte mir die ganz anders als einfache Zugfedern vorgestellt. Diese Bauart finde ich einigermaßen exotisch bzw. anachronistisch. Würde mich sehr interessieren, ob es beim Rotax-Motor genauso gemacht ist und die Chinesen es einfach kopiert haben, oder ob sie hier einfach auf alte und bewährte Technik gesetzt haben:

Nach kurzem Studium des Verlaufes der Federn habe ich mich entschieden, den auf dem Bild links liegenden Haken auszuhängen. Aber erst war noch der Gaszug abzuschrauben und auszuhängen:

Danach begann dann die Fummelei (auf Rheinisch Frickelei) an der Feder. Aber wenn man die erste Windung raus hat, geht es erstmal ganz gut. Ruhige Hand und absolute Vermeidung von Gewaltanwendung sind hier angesagt!:

Windung für Windung die Feder vorsichtig herausnehmen. Am Ende wurde es bei mir nochmal etwas spannend, weil sich die Enden beider Federn ineinander verhakt hatten. Ganz schöne Frickelei, aber mit Geduld geht es... Hier nun das Ergebnis mit nur noch einer verbliebenen Feder und das ausgebaute Gegenstück (kommt als wahrscheinlich nie benötigte Reserve in den Werkzeugkoffer):


Danach kurzer Test am Daumengas. Der Unterschied ist wirklich erheblich und positiv!
Zum Schluß alles wieder in umgekehrter Reihenfolge zusammenbauen (zuerst den Gasszug wieder einhängen und festschrauben).
Gruß,
Andreas

 
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